Gemeiner Flugdrache
Allgemein
Der Gemeine Flugdrache (Draco volans L.) ist eine kleine Agame aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens, die dort aber auch in den Städten verbreitet ist.
Er ist etwa 21 cm lang, wovon etwa 12 cm auf den Schwanz entfallen. Das Tier lebt normalerweise auf Bäumen, wo es durch seine unauffällige braune bis graue Farbe hervorragend getarnt ist.
Extrem auffällig gefärbt ist dagegen die Flughaut, die beiderseits zwischen den Vorder- und den Hinterbeinen liegt und mit denen die Echse lange Strecken gleiten kann. Diese beim Gemeinen Flugdrachen rot-schwarz gestreifte Haut wird von den verlängerten Rippen aufgespannt und ist normalerweise so eingefaltet, dass sie nicht oder kaum sichtbar ist. Ebenso auffällig ist der beim Männchen grosse gelbe, beim Weibchen kleinere und blaue Kehllappen, der der Balz dient.
Der Gemeine Flugdrache ernährt sich von Insekten, vorzugsweise Ameisen.
Der Flugdrachen lebt in Wäldern und Städten und ist gewöhnlich nicht scheu. Nähert sich ein Mensch einem auf einem Baum sitzenden Drachen an, so klettert dieser auf der anderen Seite des Baumes schnell nach oben.
Die Männchen besetzen ein festes Territorium von ein bis drei Bäumen, welches durch Einschüchterung mittels des Kehllappens, aber auch durch direkte Kämpfe gegen Artgenossen verteidigt wird. Innerhalb des Territoriums leben ein bis drei Weibchen pro Baum.
Sie können gut in Gefangenschaft gehalten werden, brauchen hier aber viel Platz, Licht und Verstecke. Die Zucht ist bereits mehrfach gelungen.
Neben dem Gemeinen Flugdrachen gibt es noch 14 weitere Arten der Gattung Draco, die alle in Südostasien und Indonesien vorkommen. Teils ist die Bestimmung der einzelnen Arten noch nicht endgültig geklärt, es könnte sich sogar einfach um Unterarten einer einzigen Art handeln.
Im Wiener Zoo dient eine täuschend echte Nachbildung des Gemeinen Flugdrachens als Brillenfön.
