Klapperschlangen
Allgemein
Die Klapperschlangen sind eine Gattung in der Unterfamilie der Grubenottern (Crotalidae) und damit in der Familie der Vipern (Viperidae) die wiederum zur Unterordnung der Schlangen (Serpentes) gehören.
Die Klapperschlangen kommen im Süden der USA von North Carolina bis Arizona vor allem in Laubwäldern, Nadelwäldern und Wüsten vor.
Je nach Art haben diese Schlangen einen schlanken bis gedrungenen Körper mit einer Länge bis 240 cm. Der eher flache Kopf mit den senkrecht geschlitzten Pupillen, setzt sich deutlich vom schlanken Hals ab. Stark gekielte Schuppen umgeben die Körpermitte in 21 - 29 Reihen. Die Grundfärbung dieser Art reicht von gelblich über grünlich, rötlich bis braun und sogar bis schwarz. Eine Reihe dunklerer, ovaler oder rhombenförmiger Flecken zieht sich über den Rücken und an den Seiten entlang. Der Kopf ist je nach Unterart meist einförmig dunkel oder hell gefärbt, wobei sich ein deutlich abgesetztes Schläfenband von den Augen zum Mundwinkel zieht. Der Schwanz wird meist von hellen und dunklen Querbinden umringt. Die Bauchseite ist meist einfarbig, durchsetzt mit einer hellen und dunklen Sprenkelung.
Prärieklapperschlangen sind sehr temperamentvolle Tiere, wobei ihr Verhalten, selbst innerhalb der einzelnen Unterarten, sehr individuell ist. So bleiben die meisten Tiere eher reizbar, wohingegen andere ein äußerst ruhiges Wesen besitzen und dann doch unerwartet und heftig zuschlagen. Größte Vorsicht ist deshalb angesagt. Meist rollen sich die Schlangen bei Belästigung zusammen, legen den Hals zum Zuschlagen in eine S-förmige Schlinge und rasseln laut und ausdauernd um den Feind zu warnen. Daher kommt auch der Name Klapperschlangen. Im Herbst werden 7 bis 20 Junge geboren.
Der Biss einer Klapperschlange ist lebensbedrohlich. Das Gift variiert je nach Art in seiner genauen Zusammensetzung und Wirkung. Viele Gifte wirken nur auf das Blut des Opfers (z.B. das Gift der Prärieklapperschlange). Andere weisen aber mehrere Wirkungsanzeichen auf (z.B. das Gift der Mojave-Klapperschlange oder das der Schauer-Klapperschlange) und wirken auf Gewebe und Nerven, bzw. auf Gewebe und Blut. Fast 9 % der Bisse enden tödlich. Nach einem Biss ist eine sofortige Behandlung u.a. mit einem artspezifischen Schlangenserum als Gegengift absolut notwendig! Meist sind in den Verbreitungsgebieten der entsprechenden Klapperschlangen auch die spezifischen Antiseren vorhanden.
Arten:
* Diamant-Klapperschlange (Crotalus adamanteus)
* Crotalus aquilus
* Texas-Klapperschlange (Crotalus atrox)
* Basilisken-Klapperschlange (Crotalus basiliscus)
o Crotalus basiliscus basiliscus
* Santa-Catalina-Klapperschlange (Crotalus catalinensis)
* Seitenwinder-Klapperschlange (Crotalus cerastes)
o Crotalus cerastes cerastes
o Crotalus cerastes cercobombus
o Crotalus cerastes laterorepens
* Schauer-Klapperschlange (Crotalus durissus)
o Crotalus durissus cascavella
o Crotalus durissus collilineatus
o Crotalus durissus culminatus
o Crotalus durissus cumanensis
o Crotalus durissus dryinus
o Crotalus durissus durissus
o Crotalus durissus marajoensis
o Crotalus durissus ruruima
o Crotalus durissus terrificus
o Crotalus durissus totonacus
o Crotalus durissus trigonicus
o Crotalus durissus tzabcan [1][2]
* Baja-Klapperschlange (Crotalus enyo)
o Crotalus enyo cerralvensis
o Crotalus enyo enyo
o Crotalus enyo furvus
* Cedros-Klapperschlange (Crotalus exsul)
o Crotalus exsul exsul
* Wald-Klapperschlange (Crotalus horridus)
o Crotalus horridus atricaudatus
o Crotalus horridus horridus
* Crotalus intermedius
o Crotalus intermedius gloydi
o Crotalus intermedius intermedius
o Crotalus intermedius omiltemanus
* Crotalus lannomi
* Felsen-Klapperschlange (Crotalus lepidus)
o Crotalus lepidus castenaeus
o Crotalus lepidus klauberi
o Crotalus lepidus lepidus
o Crotalus lepidus maculosus
o Crotalus lepidus morulus
* Gefleckte Klapperschlange (Crotalus mitchelli)
o Crotalus mitchellii angelensis
o Crotalus mitchellii mitchellii
o Crotalus mitchellii muertensis
o Crotalus mitchellii pyrrhus
o Crotalus mitchellii stephensi, Panamint Rattlesnake
* Schwarzkopf-Klapperschlange (Crotalus molossus)
o Crotalus molossus estebanensis
o Crotalus molossus molossus
o Crotalus molossus nigrescens
o Crotalus molossus oaxacus
* Mexikanische-Lanzenkopf-Klapperschlange (Crotalus polystictus)
* Prices Klapperschlange (Crotalus pricei)
o Crotalus pricei miquihuanus
o Crotalus pricei pricei
* Crotalus pusillus
* Rote Diamant-Klapperschlange (Crotalus ruber)
o Crotalus ruber lorenzoensis
o Crotalus ruber lucansensis
o Crotalus ruber ruber
* Mojave-Klapperschlange (Crotalus scutulatus)
o Crotalus scutulatus salvini
o Crotalus scutulatus scutulatus
* Langschwanz-Klapperschlange (Crotalus stejnegeri)
* Tigerklapperschlange (Crotalus tigris)
* Tortuga-Klapperschlange (Crotalus tortugensis)
* Quergebänderte Berg-Klapperschlange (Crotalus transversus)
* Mexikanische Plateau-Klapperschlange (Crotalus triseriatus)
o Crotalus triseratus armstrongi
o Crotalus triseratus triseratus
* Aruba-Klapperschlange (Crotalus unicolor)
* Uracao-Klapperschlange (Crotalus vegrandis)
* Prärieklapperschlange (Crotalus viridis)
o Crotalus viridis abyssus
o Crotalus viridis caliginis
o Crotalus viridis cerberus
o Crotalus viridis concolor
o Crotalus viridis helleri
o Crotalus viridis lutosus
o Crotalus viridis nuntius
o Crotalus viridis oreganus
o Crotalus viridis viridis
* Kantenkopf-Klapperschlange (Crotalus willardi)
o Crotalus willardi amabilis
o Crotalus willardi meridionalis
o Crotalus willardi obscurus
o Crotalus willardi silus
o Crotalus willardi willardi
Haltung
Als Behälter für Crotalus atrox empfiehlt sich ein trockenes Terrarium. Eine Haltung bei Tagestemperaturen von 24°C - 28 °C (lokal bis ca. 35 °C) und Nachttemperaturen von 18 °C - 20 °C hat sich bewährt. Prärieklapperschlangen trinken in der Regel sehr gerne und ausgiebig, deshalb sollte man ihnen auch stets frisches Wasser anbieten.
