McCords Schlangenhalsschildkroete
Allgemein
Die McCords Schlangenhalsschildkröte (Chelodina mccordi) ist eine extrem gefährdete Schildkrötenartenart von Roti Island (auch als Rote Island oder indonesisch als Pulau Roti bekannt) südwestlich von Timor, zwischen Neuguinea und Australien gelegen. Sie gehört zur Gattung der Australischen Schlangenhalsschildkröten (Chelodina) innerhalb der Familie der Schlangenhalsschildkröten (Chelidae).
Die McCords Schlangenhalsschildkröte wurde erst 1994 von Dr. Anders Rhodin, dem Direktor der Chelonian Research Foundation in Lunenburg (Massachusetts), als eigene Art beschrieben. Zuvor wurde sie als isolierte Population der Neuguinea-Schlangenhalsschildkröte (Chelodina novaeguineae) angesehen, die 1891 auf Roti Island entdeckt wurde. Benannt wurde sie nach Dr. William McCord, einem Tierarzt und Schildkrötenexperten aus Hopewell Junction, New York.
Der Carapax kann eine Länge von 18 bis 24 cm erreichen, der Hals ist etwa genauso lang. Die Färbung des Carapax ist hell graubraun. Manche Exemplare sind aber auch dunkel kastanienbraun gefärbt. Der Plastron ist blass gelbweiß. Der Hals ist oberseits dunkelbraun mit runden Tuberkeln übersät. Die Unterseite ist gelbweiss. Die Iris ist schwarz und von einem weißen Ring umgeben. Ihr Lebensraum sind Sümpfe, Reisterrassen und kleine Seen.
Ein Gelege kann aus 8 bis 14 Eiern bestehen und es kann bis zu 3 Gelege pro Jahr geben. Die Größe der Eier beträgt 30 x 20 mm und das Gewicht 8 bis 10 g. Die ersten Jungen schlüpfen nach drei Monaten, die letzten erst nach vier. Beim Schlüpfen sind sie 28 x 20 mm lang und haben gelbe Flecken auf dem Plastron, die mit der Zeit immer dunkler werden, bis der Plastron nach ein paar Wochen fast ganz schwarz gefärbt ist. Während des Heranwachsens wird die Färbung wieder blasser, bis sie schließlich die gelbweiße Färbung der Erwachsenen erreichen.
Die McCords Schlangenhalsschildkröte ist auf ein 70 km² großes Areal im Zentralhochland von Roti Island beschränkt. Zwei bis drei kleine Populationen existieren noch. Obwohl der legale Handel seit 2001 verboten ist, und diese Art seit 2004 nach Anhang II des CITES-Abkommens geschützt ist, wird sie noch immer übermäßig für den exotischen Tierhandel eingefangen.
