Aufgrund der vermutlich in Labors gezüchteten Pilzkrankheit Chytridiomykose sind rund 30% aller Lurcharten vom Aussterben bedroht. Die Krankheit entwickelte sich, so australische Forscher, 1930-1940 in Labors, die den westafrikanischen Xenopus-Frosch für Schwangerschaftstests nutzten und dieser dann mit anderen Amphibien in Kontakt kam. Das Tier selbst ist immun gegen diese Krankheit, gilt aber als Träger des Pilzes Batrachochytrium dendrobatidis. Vor rund 70 Jahren wurden tausende dieser Tiere als lebende Schwangerschaftstests genutzt. Frauenurin wurde den Fröschen unter die Haut gespritzt, worauf diese hormonbedingt bei Vorliegen einer Schwangerschaft mit einem Eisprung oder der Produktion von Spermien reagierten.
Ochsenfrösche (Rana catesbeiana) gelten als fett, gefräßig und unbeliebt. Laut Experten haben sich diese Tiere jetzt am Oberrhein zu einem echten ökologischen Problem entwickelt, da sie alles fressen, was sie überwältigen können. Neben Krebsen, Entenküken, Laubfröschen, Schnecken, sogar Ringelnattern und Zauneidechsen gehören auch selten gewordene Amphibienarten zu ihrer Beute. Das der Frosch in unseren Breiten keine natürlichen Fressfeinde hat, breitet er sich mittlerweile am Oberrhein mit rasender Geschwindigkeit aus. Umweltschützer bangen jetzt um einen harten Winter, damit sich die Ochsenfroschpopulation von selbst reguliert. Frosch- und Kaulquappentötungen wurden bereits veranlasst und durchgeführt.
Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft hat im November 2006 die Ritterwanze zum Insekt des Jahres 2007 gekürt.
Die Ritterwanze ernährt sich im Vergleich zur Raubwanze rein vegetarisch. Besonders beeindruckend ist, dass dieses Insekt bis zu 24 Stunden lang Sex haben kann, obwohl es faktisch nur eine Saison lang lebt.
Geschrieben von Zhunami am Donnerstag, 10. Mai 2007
Knoblauchkröte wird Froschlurch des Jahres 2007
Die DGHT kürte die Knoblauchkröte im Februar zum Froschlurch des Jahres 2007.
"Den Namen hat die Amphibienart erhalten, weil sie in Gefahrensituationen einen Knoblauchgeruch absondert. Die
circa 22 Zentimeter langen Kaulquappen der Kröte wurden in früherer
Zeit oft für Fische gehalten und dementsprechend als Fischgericht
verwendet.Die Knoblauchkröten
gelten heutzutage, aufgrund der Umweltschadstoffe aber auch wegen des
Verlustes ihres Lebensraums, als sehr gefährdet."
Geschrieben von Zhunami am Donnerstag, 10. Mai 2007
Zu wenig Laichgewässer in Deutschland
Die Rotbauchunke steht in Deutschland von 20 heimischen Amphibienarten ganz oben auf der Roten Liste. Der WWF bestätigt, dass die Ursache dafür im Fehlen lebenswichtiger Laichgewässer liege. Überdies verursacht der vermehrte Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, sowie Umweltverschmutzung und Pilzerkrankungen bei den Tieren ein vermehrtes Sterben der seltenen Amphibien. Mähmaschinen im landwirtschaftlichen Einsatz töten zusätzlich jedes Jahr unzählige Tiere. Der WWF fordert: „Wenn wir Frösche, Kröten und Salamander dauerhaft
schützen wollen, müssen wir ihre Lebensräume wieder
erweitern“
Geschrieben von Zhunami am Donnerstag, 10. Mai 2007
Kleintiere gefährdet durch Böschungsmatten
Zur Absicherung von Böschungen an Straßen- und Wegrändern werden neben Kokosfasermatten auch grobmaschige Kunstfaserzäune verwendet. In diesen Kunstfasernetzen verfangen sich immer wieder Kleintiere wie Amphibien, Lurche und Käfer. Die DGHT ruft jetzt dazu auf, diese Art der Böschungssicherung zu melden, damit die entsprechenden Stellen für die Tiere gesichert werden können.