Malaysischer Zoll rettet 5000 Reptilien vor dem Kochtopf
Kuala Lumpur(dpa)
Der malaysische Zoll hat nach eigenen Angaben rund 5000 Reptilien vor
dem Kochtopf gerettet. Die Eidechsen, Schildkröten und Schlangen seien
in einem Lagerhaus an der Grenze zu Singapur entdeckt worden, berichtet
die «New Straits Times». Die Tiere sollen jetzt wieder in die Freiheit
entlassen werden. Der Besitzer des Lagerhauses wurde festgenommen.
Geschrieben von firstlevel am Dienstag, 05. Dezember 2006
Jerseys Durrell Wildlife Conservation Trust gibt bedrohten Arten Chancen
St. Helier/Grand Cayman (pte/31.10.2006/16:33) - Für Naturschützer ist es ein Tag zum Feiern gewesen: Dem Durrell Wildlife Conservation Trust http://www.durrellwildlife.org auf der Kanalinsel Jersey ist es gelungen, eine der seltensten Leguane nachzuzüchten. Die Blauen Iguanas (Cyclura lewisi) von den karibischen Cayman Islands, die 2004 in ihrer Heimat freigelassen wurden, haben dort offensichtlich erfolgreich Fuß fassen können. Demnach sind die Tiere in der Zwischenzeit geschlechtsreif geworden und haben sich nun vermehrt.
Geschrieben von firstlevel am Sonntag, 26. November 2006
Wellington/Washington - Weniger als ein Grad Temperaturunterschied entscheidet darüber, ob eine gesamte Echsen-Population das kommende Jahrzehnt überleben wird oder nicht. Für die Brückenechsen in Neuseeland entscheidet nämlich die Temperatur darüber, ob aus den Eiern Männchen oder Weibchen schlüpfen. Eine totale Verschiebung der Geschlechter bedeutet das sichere Ende der Tierart, berichtet das Wissenschaftsmagazin National Geographic http://www.nationalgeographic.com.
Brückenechsen (Sphenodon punctatus) sind lebende Fossilien, die seit 200 Mio. Jahren unverändert auf unserem Planeten leben. Die 50 bis 60 Zentimeter langen Echsen gibt es heute nur noch auf den kleinen Eilanden zwischen der Nord- und der Südinsel Neuseelands in der so genannten Cook Straße. Hier leben die Echsen, die bis zu 100 Jahre alt werden können, ohne von Ratten oder anderen Eindringlingen bedroht zu werden. Wie Nicky Nelson von der Victoria University in Wellington anhand von Untersuchungen bestätigt, liegt die ideale Temperatur für die Nachkommen der Echsen bei 21,7 Grad. "Bei 22 Grad schlüpften 100 Prozent männliche Nachkommen, bei 21 Grad schlüpften aus 80 Eiern nur drei Männchen", so der Forscher. Wenn sich die klimatische Feinabstimmung im Lebensraum der Tuatara, wie die Maori die Echsen nennen, nur geringfügig ändere, bedeute dies das sichere Ende der Tierart. Erschwerend kommt hinzu, dass die Echsen extrem langsame Reproduktionsraten haben. "Ein Weibchen paart sich durchschnittlich alle vier Jahre und die Eier brauchen zwischen elf und 16 Monate, ehe der Nachwuchs schlüpft."
"Dass veränderte Temperaturen die Geschlechterverhältnisse verändern, ist auch von anderen Reptilien bekannt", so Klaus Henle vom Umweltforschungszentrum Leipzig/Halle http://www.ufz.de im pressetext-Gespräch. Wie die Forscher heute wissen, haben die Brückenechsen in den vergangenen 200 Mio. Jahren schon einige heftige Klimaveränderungen überlebt - und auch jene Meteoriteneinschläge, die das Ende der Saurier besiegelt hatten. "Nur waren sie damals einfach sehr weit verbreitet und konnten diese Katastrophen überleben", meint der Experte. "Heute hingegen sind die Echsen als letzte Überlebende einer seit etwa 60 Mio. Jahren vollständig ausgestorbenen Ordnung von Tieren auf die neuseeländischen Inselchen beschränkt", berichtet Henle. "Die letzten Verwandten der Brückenechsen sind mit den großen Sauriern ausgestorben", erklärt der Wissenschaftler. Auf den beiden großen Inseln Neuseelands wurden die letzten verbliebenen Brückenechsen durch zahlreiche vom Menschen eingeschleppte Tierarten wie Ratten, Wiesel oder Katzen vollständig vernichtet.
Seit einiger Zeit werden die Tuataras in künstlichen Inkubatoren gezüchtet. Die Forscher wie Nelson sorgen dafür, dass die Nachkommenschaft gleichmäßig ist. Ein anderer Teil des Nachzuchtprogramms wird vom San Diego Zoo durchgeführt. Die dort nach gezüchteten Tiere werden in Gefangenschaft aufgezogen und dann in der Nähe von Dunedin in einem durch Zäune abgeschlossenem Gebiet wieder freigelassen.
Der Name Brückenechse stammt von den Schläfenbrücken im Schädel der Tiere, die bei allen anderen Reptilien zurückgebildet sind. "Eine weitere Besonderheit der Tuatara ist das subdermale Scheitelauge", so Henle. Dieses Auge, das allerdings nicht mit einem herkömmlichen Auge vergleichbar ist - obwohl es Hell-und Dunkelunterschiede wahrnehmen kann - unter der Haut verborgen. Henle erklärt, dass dieses Scheitelauge zur Steuerung hormonaler Zyklen dient. "Es gibt auch andere Tierarten, die über ein solches Sinnesorgan verfügen, allerdings kaum in jener Präzision wie jenes der Brückenechse."
Geschrieben von firstlevel am Montag, 13. November 2006
Fremde Tiere auf Galapagos entdeckt
Bedrohung des Naturparadieses durch eingewanderte Spezies
darwinfoundation.org
Puerto Ayora/Santa Cruz (pte/25.08.2006/11:23) - Die einzigartige Flora und Fauna der Galapagos Inseln wird nach offiziellen Angaben der Regierungsstellen immer stärker durch artfremde Tiere und Pflanzen bedroht, berichtet BBC-Online news.bbc.co.uk. Trotz intensiver Kontrollen der Hafen- und Zollbehörden kommen immer wieder Tiere auf die Inseln, die dort niemals heimisch waren. Erst vor kurzem haben Einheimische einen Leguan und eine Schildkröte entdeckt, die wahrscheinlich vom Festland Südamerikas auf die Inseln gekommen sind. Wissenschaftler haben immer wieder davor gewarnt, dass diese Invasoren enormen Schaden an der einzigartigen Umwelt anrichten können.
Geschrieben von firstlevel am Montag, 09. Oktober 2006
Angst vor Schlangen hat Primatenauge scharf gemacht
Evolution der Sehfähigkeit durch giftige Kriechtiere gepusht
Die Angst vor giftigen Schlangen war ein Mitgrund dafür, dass die Primaten ihre Sehfähigkeit enorm verbessert haben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Forscherin Lynne Isbell von der University of California in Davis. Vor rund 90 Mio. Jahren ist es demnach dazu gekommen, dass die Augen der Primaten mehr in Richtung Schädelmitte "wanderten", während sich bei anderen Tieren die Sehorgane rechts und links am Schädel befinden. Die zentrale Augenposition erlaubt eine wesentlich größere Tiefenschärfe, berichtet das Wissenschaftsmagazin National Geographic .
Geschrieben von firstlevel am Freitag, 11. August 2006
Eine Schlange, die ihre Farbe verändern kann, haben Forscher auf der Insel Borneo entdeckt. Das Reptil hatte seine Farbe geändert als der Wissenschaftler es in ein dunkles Gefäß gab, berichtet BBC-Online. Die Umweltschutzorganisation WWF arbeitet seit Jahren daran, Borneo unter Schutz zu stellen, da die Biodiversität der Inseln derart groß ist. Allein in den vergangenen zehn Jahren hatten Forscher mehr als 350 bisher unbekannte Tier- und Pflanzenspezies auf Borneo entdeckt.
Geschrieben von firstlevel am Dienstag, 27. Juni 2006