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Echsen.de - Terraristik Reptilien Forum
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Autor Thema: Babyterrarium - Haltungsbericht  (Gelesen 1731 mal)
Zhunami
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« am: 14. März 2007, 09:20:42 »

Endlich setzt sich die Zhu mal an ihre Tasten und schreibt einen kleinen Haltungsbericht. Einige haben mich ja schon danach gefragt. Ich entschuldige mich im Voraus für die echt beschissenen fotografischen Aufnahmen. Die sind mit einer Handykamera entstanden, und dementsprechend ist dann auch die Qualität, na ja.

Zum Terrarium:

Erstmal möchte ich betonen, dass es sich um ein Jungtier-Terrarium handelt und deshalb nicht den Endmaßen für ein adultes Tier entspricht. Der Bau ist 100x100x200 (LxBxH), wobei es sich um ein Eckterrarium handelt. Soviel erkennt man aber auch auf den Bildern.
Zur Beleuchtung haben wir einen 150W HQI-Einbaustrahler installiert, eine 120er und eine 80er PAR-Leuchte, eine T-Rex 160W zur UV-Versorgung, sowie ein Mondlicht für nachts.
Mit der Luftfeuchtigkeit haben wir noch etwas Probleme, momentan sorgen ein Nebler und ein manuelles Drucksprühgerät für Regen im Terrarium, allerdings ist eine Beregnungsanlage derzeit in Planung. Das erscheint mir doch sinnvoller. Ein kleines Planschbecken ist auch in Arbeit. Die Temperaturen liegen zwischen 46°C und 21°C (oben ganz warm, unten ganz kühl), der Leguan hält sich auch ständig woanders auf. Nachts liegen die Temperaturen zwischen 18°C und 26°C, das Tier hat aber bis jetzt immer oben geschlafen also bei 24-26°C. Die Luftfeuchtigkeit liegt tagsüber bei etwa 60%, nachts dann um 70%.
Das Terrarium steht mit der Glasfront zur südlichen Fensterseite und bekommt dadurch zusätzlich Licht. Außerdem steht es in unserem Wohnzimmer genau gegenüber von meinem PC, d.h. der Kleine schaut mir auch jetzt gerade wieder über die Schulter und liest mit.

Die Einrichtung:

Für die Rückwand haben wir Kokosmatten angebracht, an denen das Tier auch wunderbar hoch- und runterklettern kann. Die momentane Bepflanzung besteht aus einer großen dreistämmigen Yuccapalme, 3x Philodendron Scandens, 1x FluffyDuffy Farn, 1x Anthurium Spectabile (epiphytisch auf einen Ast gesetzt), 1x Platycerum (Geweihfarn), 1x Zitronenmelisse, sowie momentan aufkeimende Wiesenkräuter im Bodengrund (bestehend aus Pflanzen- und Gartenerde).
Zum Klettern: Rindenstücke, Äste, Kokosmatten, Kokosnetz, Seile, hohler Baumstamm.
Außerdem habe ich noch zwei künstliche Palmwedel angebracht, die den Futternapf vor der direkten Sonneneinstrahlung schützen und dem Tier einen warmen Schattenplatz bieten.

Das Tier:

...ist wahrscheinlich ein Bock, geschätzte 7-9 Monate alt, etwa 18cm lang (KRL), äußerst grün und trägt den Namen Montezuma. Seit die letzten Umbauarbeiten abgeschlossen sind, ist er sehr aktiv geworden, springt teilweise wie ein Frosch von Rinde zu Ast und von Ast zu Wand, ist sehr neugierig, frisst besser. Ich denke, dass er sich so langsam eingelebt hat. Er scheut auch nicht mehr so sehr vor meiner Hand (musste ihn für den Umbau ja rausnehmen) und kommt auch schon von selbst auf mich zu. Aus der Hand hat er auch schon gefressen.
Die Bilder:

Wie gesagt: miese Qualität, aber besser geht es momentan wirklich nicht. Sobald mein Fotograf mal wieder im Lande ist, werde ich ihn dazu verdonnern, ein paar Fotos zu machen.




















(Unsere Schalterkonstruktion an der Außenwand)

Freue mich über Kommentare und Anregungen!
« Letzte Änderung: 14. März 2007, 09:22:45 von Zhunami » Gespeichert

Wenn ein Baum im Weg steht, ist der Weg falsch.
Zhunami
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« Antwort #1 am: 22. April 2007, 14:14:08 »

Dieses Wochenende wurde/wird unser Babyterrarium nochmal deutlich gepimpt.

Der Kleine hat nun viel mehr Äste zum Klettern, Springen und Spielen, die er auch rege nutzt. Weil er sich nach dem Scheibenputzen immer im Glas gespiegelt hat, haben wir jetzt einen Ast vorn an der Glasscheibe abgebracht. Das verhindert, dass er auf imaginäre Äste springt, die er in der Scheibe sieht und letztendlich mit der Nase am Glas landet. So erreicht er jetzt den anderen Leguan (also sein Spiegelbild) bequem über die Äste und tut sich dabei nicht mehr weh.

Als kleines Feature haben wir ihm eine kleine Hängebrücke gebaut, die sich bewegt, wenn er darüber läuft. Außerdem bekommt er noch eine Holzschaukel an der Stelle, an der jetzt seine Nebelschale hängt. Die Nebelschale wird herausgenommen, eine weitestgehend freihängende Schaukel dort angebracht.

Außerdem bekommt er jetzt eine zeitschaltuhrgesteuerte Beregnungsanlage. Da wir merkten, dass wir nun doch öfter mal nicht da sind, um ihn zu besprühen, und innnerhalb der ersten zwei Wochen zwei Terrariennebler die Hufe hochgemacht haben, musste nun doch eine Regenanlage her. Die korrekte Luftfeuchtigkeit muss schließlich gehalten werden, ob wir nun da sind oder nicht.

Als nächstes wird noch der Bodengrund herausgenommen, erneuert, sowie der Boden mit Teichfolie ausgekleidet. An irgendeiner Stelle war er, wie sich herausstellte, doch nicht ganz dicht. Das wird jetzt überarbeitet.

Fotos werde ich einstellen, sobald ich irgendwie an eine Digitalkamera herankomme.
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Shotta
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« Antwort #2 am: 26. August 2008, 22:26:28 »

Hi Zhunami!
Ich möchte mir demnächst auch Leguane zulegen. Im Moment habe ich ein Terrarium von einem Freund zur Verfügung gestellt bekommen, das die Maße 70x80x100cm BxLxH hat. ist es möglich hierdrin 2 Leguanbabys zu halten, bis sie 1 jahr alt sind, oder bis zu welcher Körpergröße  ist es dadrin möglich sie zu halten.. Für die weitere  Haltung möchte ich mir ein großes Terrarium bauen, mind 2x1x2m. Doch vorrerst möchte ich wissen ob es möglich ist die kleinen Leguane in dem kleinen Terraium zu halten.
Ausserdem weiss ich nicht genau wie ich das Terrarium beleuchten soll.. überall findet man Beschreibungen, was ich bisher weiss ist das man Wärme-, Uv-und -Tageslichtlampen braucht, doch wie hoch muss die Wattzahl sein, damit es in dem Terra nich zu heiß wird, bzw andererseits auch nicht zu kalt..
Vielleicht kannst du mir ja mal Links für eine Beleuchtungskombi für diese Größe schicken. Am besten die Kostengünstigste;)
Greetz
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Zhunami
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« Antwort #3 am: 28. August 2008, 10:05:42 »

Hallo, Shotta.

Ich muss dich leider enttäuschen, die Maße sind viel zu klein für ein Leguanbaby, erstrecht für zwei. Aufzuchtterrarien müssen mindestens 140x100x160cm groß sein, besonders die Höhe ist wichtig, denn Leguane sind Baumbewohner und fühlen sich nur in großer Höhe sicher. Für einjährige Tiere (die in diesem Alter schon eine stattliche Größe haben) sind auch deine Endmaße von 200x100x200 zu klein, ein Endterrarium sollte mindestens 250x150x200cm groß sein, am besten natürlich wesentlich größer. Wie gesagt, das sind MINDESTmaße.

Hast du denn derzeit die Möglichkeit, ein größeres Terrarium zu bauen? Die erforderlichen Maße kennst du ja nun.
Ich würde dir auch nicht empfehlen, zwei Leguanbabies zu kaufen, denn du kannst in jungem Alter nie eindeutig bestimmen, welches Geschlecht die Tiere haben. Sollten es zwei Männchen sein, werden sie sich gegenseitig bekämpfen, und du musst sie wieder trennen, denn diese Kämpfe können sehr blutig sein. Mindestens wird aber dann einer der beiden unterdrückt und bleibt in seiner Entwicklung stark zurück. Wenn du zwei Leguane möchtest, empfehle ich dir, dir einen zu holen, ihn aufzuziehen bis du das Geschlecht genau kennst und dann einen gleichaltrigen bzw, gleich großen Partner dazu zu setzen. So mache ich es jedenfalls, mein Leguan bekommt auch bald ein Weibchen. Leguane sind Gruppentiere, deshalb ist Einzelhaltung auf Dauer eine große Qual für die Tiere.

Mit dem Licht kann ich dir weiterhelfen, wenn du weißt wieviel Platz und Geld dir für so eine Anlage zur Verfügung steht. Für ein Aufzuchtterrarium musst du mit etwa 400€ rechnen, die Großraumterrarien kosten zwischen 600-1500 Euro, und das kann natürlich noch mehr werden, wenn man das will.
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Shotta
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« Antwort #4 am: 28. August 2008, 11:56:43 »

oh ok, also es dauert auch noch ein wenig, bis die leguane angeschafft werden. In ca einem Jahr ziehen ein guter Freund und ich zusammen und wir überlegen uns Leguane zu holen und wolten uns halt jetzt shconmal früh genug informieren. Es ist für uns allerdings kein Problem Terrarien zu bauen. An die Materialien wie OSB Platten komme ich sehr günstig heran, deshlab wird es nicht allzuviel kosten, die Technikund Einrichtung wohl am meisten.
Mein Problem ist im Endeffekt, dass ich zwar weiss dass Wärmelampen, UV-Lampen und Daylight-Lampen benötgt werden, doch in welchem Maße? Richtet man sich danach, wie sich die Lampen erhitzen und das Terrarium somit auch oder gibt es Regelsätze, mit denen man das pro Terrariumgröße bestimmen kann, oder pro Leguangröße. Ich hab mich viel im Internet informiert, aber nirgendwo konkrete Daten gefunden..
Ich dnke wir werden uns erstmal mit dem Terraienbau beschäftigen um den kleinen ein gesunden Start ins Leben zugarantieren. Danke schonmal für die Antwort!
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Zhunami
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« Antwort #5 am: 28. August 2008, 12:36:32 »

Es gibt keine generelle Regelgröße für den Einsatz der Lampen, man kann sich aber nach den Erfahrungen einiger sehr erfahrener Halter richten, ich gebe dir mal ein kleines Beispiel. Die Mindestmaße für ein Leguanterrarium betragen ja 250x150x200cm. Hier für benötigt man 2 HQI Strahler mit 150W, um die Tageshelligkeit zu erzeugen. Die momentan beste UV Lampe auf dem Markt ist die UltraVitalux von Osram, die müsste auch noch rein, sie hat 300W. Wenn du zwei Leguane hast, sollte jedes der Tiere seinen eigenen Sonnenplatz haben, es wäre also das Beste, wenn du diese Lampe entweder zweimal hast oder sie so installierst, dass beide Sonnenplätze ausgeleuchtet werden. Gut sozialisierte Tiere nutzen auch den gleichen Sonnenplatz. Für die Wärmeentwicklung nutze ich PAR38 Flood-Strahler aus dem Baumarkt und zwar je nach Bedarf in verschiedenen Wattstärken. Für dieses Terrarium mit Mindestmaßen sind 3-4 von diesen Strahlern notwending, und wieviele und wie starke man tatsächlich braucht, ist davon abhängig wo das Terrarium steht und wie warm die Umgebung ist. Ich nutze im Winter meist stärkere Strahler als im Sommer, da die stärkeren Strahler sowohl als Wärme im Terrarium gebraucht werden als auch zum Teil mein Wohnzimmer beheizen. Im Sommer ist es ohnehin recht warm, da das Zimmer auf Südseite liegt, und somit werden auch weniger Watt gebraucht. Man muss aber selbst ausprobieren, welche Strahler man im Terrarium braucht, damit optimales Klima entsteht.

Ich finde es toll, dass ihr euch schon vorher so viele Gedanken darum macht, wie die Tiere gehalten werden. Grüne Leguane werden leider langsam zur Massenware und etwa 90% von ihnen leben in Deutschland unter suboptimalen bis katastrophalen Bedingungen. Ich freue mich immer wieder, wenn ich auf Menschen treffe, denen die Haltung der Tiere wichtiger ist als das Tier als reines Statusobjekt. Helfe euch gern weiter, wenn ihr Fragen habt.
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« Antwort #6 am: 28. August 2008, 18:37:36 »

Vielen Dank schonmal für die Auskunft!! Da wir uns parallel jeder einen Leguan zulegen möchten wäre es natürlich schön, wenn es ein W und ein M sein würden.. kann man sich bei Jungtieren denn gar nicht sicher sein, beziehungsweise ab welchem Alter kann man erkennen, welches Geschelcht ein Leguan hat?
Muss man, wenn man zwei Ms hat, diese immer getrennt halten oder nur während der Paarungszeit, spielt es eine Rolle, ob sie schon das gesamte Leben miteinander verbracht haben oder ist dieser Faktor egal?
Und kann man auch als Daylight die Megaman Liliput-plus Birnen nehmen wenn man mehrer anbringt? Und als als Wärmelicht ganz normale Niedervolt Halogenspots verwenden?
Für UV dachte ich auch schon an die Osram ultravitalux oder für ein kleiners Terrarium mehrer Lucky Reptile Compact UV Sun.
« Letzte Änderung: 28. August 2008, 18:40:57 von Shotta » Gespeichert
Zhunami
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« Antwort #7 am: 28. August 2008, 21:07:30 »

Zitat
kann man sich bei Jungtieren denn gar nicht sicher sein, beziehungsweise ab welchem Alter kann man erkennen, welches Geschelcht ein Leguan hat?

Bei gut gehaltenen Tieren erkennt man es zwischen dem 6-12. Lebensmonat sicher.

Zitat
Muss man, wenn man zwei Ms hat, diese immer getrennt halten oder nur während der Paarungszeit, spielt es eine Rolle, ob sie schon das gesamte Leben miteinander verbracht haben oder ist dieser Faktor egal?

Es ist vollkommen egal, ob sie sich schon ihr ganzes Leben lang kennen, sobald sie geschlechtsreif werden, werden sie sich bekämpfen und zwar das ganze Jahr über.

Zitat
Und kann man auch als Daylight die Megaman Liliput-plus Birnen nehmen wenn man mehrer anbringt?

Nein, es führt kein Weg um HQi-Strahler.

Zitat
Und als als Wärmelicht ganz normale Niedervolt Halogenspots verwenden?

Kommt auf die Wattzahl und die Wärmeentwicklung an. Ob du damit billiger fährst, ist allerdings fraglich. Die PAR38er kosten zwischen 7-12 Euro, das ist absolut preiswert.

Zitat
Für UV dachte ich auch schon an die Osram ultravitalux oder für ein kleiners Terrarium mehrer Lucky Reptile Compact UV Sun.

Wenn du ein Aufzuchtbecken einrichten willst, solltest du die T-Rex Active UV Heat nehmen, die ist neben der UltraViltalux die beste. Die anderen Lampen aus dem Zoohandel sind überwiegend Schrott und sind bei Testergebnissen durchgefallen. Aber das Wichtigste ist ohnehin erstmal die Terrariengröße. Wenn ihr euch damit einig seid, kann man die Lampen dementsprechend kaufen. Ihr müsst aber damit rechnen, dass sowohl das Terrarium als auch die Lampen und auch der Unterhalt sehr kostspielig werden. Leguane sind verdammt teuer.

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